Antwort auf die Frage
		          Utopie Leben - wie stellst du dir das vor?
		         Gedanken zur Utopie Schenkwirtschaft
			      Lohnarbeit und so einen Schwachsinn wie Arbeits-
			      beschaffungsmaßnahmen abschaffen.

		          Arbeit mach ja an für sich Sinn. Die Frage
		          ist, wie viel davon ist NOTwendig und wie viel
		          braucht man, um einen gewissen Wohlstand zu
		          erzeugen. Was kann man automatisieren?
		          Einen Nachhaltigen Umgang mit der Umwelt halte ich
		          für notwendig. Wenn wir weiter so rumasen
		          auf dem Planeten, ist davon bald nicht mehr viel
		          übrig. Das würde evtl funktionieren, wenn wir
		          weniger Menschen wären, sind wir aber nicht.
		         Meine Utopie und Lösungsvorschlag ist die
		          Schenkwirtschaft.
		          Meine Vermutung ist, dass in einem Schenk-
		          wirtschaftssystem die Menschen durch Einsicht
		          in die Notwendigkeit und persönliche Wünsche
		          zum Handeln bewegt werden. Es wird mehr am
		          Bedarf orientiert produziert, denn tendenziell
		          will niemand Arbeit in etwas Stecken, was
		          keiner braucht.

		          Privateigentum finde ich wichtig und richtig.
		          Gewisse Dinge kann man eben nur mit einem
		          gewissen Bildungsstand richtig handhaben und es
		          kann nicht jeder alles wissen. Wenn ich mir mein
		          japanisches Küchenmesser anschaue, habe ich da ein
		          Objekt, was (erfahrungsgemäß) nicht einfach jeder benutzen
		          kann, da es sehr sensibel ist und bei unfachlicher
		          Handhabung an der Schneide ausbricht.

		          Im Schenkwirtschaftssystem wird niemand auf die
		          Idee kommen, Reichtümer anzuhäufen und dabei
		          noch herumzugeizen, wer es doch täte wird
		          automatisch sozial degradiert – und wer will das schon.

		          Schwierig finde ich die Frage nach der
		          Notwendigkeit einer „Polizei“.
				  Ich hab so das Gefühl, dass die unnötig ist.
		         Ich glaube es wäre statdessen ausreichend,
		          wenn alle mehr verantwortung (füreinander) über-
		          nehmen.
		          Wenn man seinen Sinn für Recht und Ordnung an
		          andere abtritt, kommt erfahrungsgemäß Mist dabei
		          raus.
		          Diese Frage habe ich jedoch noch nicht zuendegedacht.

		          Die Menge, wie viel und woran man arbeitet
		          muss jedem selbst überlassen sein. Klar kann
		          man miteinander diskutieren, wenn man was nicht
		          richtig findet. Sicherlich ist auch die Schenk-
		          wirtschaft teils unbequem. „Sozialer“ druck schafft
		          beim Individuum (handlungs-)notwendigkeiten. Not-
		          wendigkeiten schaffen „sozialen“ druck. Ich denke,
		          das pendelt und reguliert sich alles von selbst ein.

		          Einen Nachteil, den ich aus meinen eigenen
		          Bedürfnissen herraus sehe: Wo bekomme ich
		          meine Gewürze zum Kochen her? Vermutlich
		          muss ich auf regionale Gewürze umsteigen oder
		          wenn mein Bedürfniss nach gewürzen zu stark
		          ist und regional keine in Aussicht sind Reisen und
		          welche herbeischaffen.

		          Der Entwurf ist also nicht optimal oder ich muss
		          feststellen, dass wir in der Globalisierten Welt derzeit alle
		          weit über unsere Verhältnisse leben.
		         Innerhalb der aktuell laufenden kapitalistischen
		          pseudo-Demokratie finde ich den Aufbau von
		          Instrumenten zur Umsonstökonomie sehr wichtig und
		          richtig. Sie sind fruchtbarer Nährboden zum Aus-
		          bruch aus dem ansonsten mächtigen Geldsystem.
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