Tempeh Brutschrank
          Als ich eben begann, Soyabohnen für Soyamilch einzuweichen fiel mir eine alte Idee wider ein. Der Bau eines Tempeh Brutschrankes. Alles was ich dazu brauche habe ich mittlerweile zusammengesammelt. Also los!
          
          Zutaten:
          Styroporbox
          Temperatursteuerung (für’s Aquarium)
          Heizlüfter
          Holzstäbchen als Etagenboden
          
          Ich gebe den Heizlüfter in die Styroporbox. Nachdem ich eine für meine Zwecke nutzlose Lasche des Lüftergehäuses entfernt habe, passt er wie angegossen.
         foto heizlüfter in box Nachdem es mich eine Weile gekostet hat, das Gerät richtig zu verdraten programmiere ich die Temperaturregelung und mache einen Probelauf. Mit Ausnahme eines Alarms der jedes mal los beept, wenn die Temperatur unter 29 Grad fällt, läuft alles auf Anhieb. Auch die Alarmfunktion ist nach einem Blick in die Bedienungsanleitung schnell abgeschaltet.
         foto leerlauf Die Soyabohnen sind mittlerweile nach ca 7 Stunden ausreichend durchgeweicht.
     
          Soyadrink
     
	      Equipment
	      Kochstelle
	      Topf, 8 L
	      Pürierstab / Mühle
	      Schaumlöffel
	      Sieb
	      Topf, 0.5 L (als Auffangbehälter unterm Sieb)

	      Zutaten
	      500 g Soyabohnen, eingeweicht, auf 1-3 mm Partikel püriert
	        6 l Wasser
	        	      
	      Die zerkleinerten Soyabohnen im Wasser zum Kochen bringen: Vorsicht, die Soyamilch schäumt extrem, unmittelbar nach der Schwelle zum kochen. Wird der Schaum abgeschöpft (Schaumlöffel/Sieb), hört die Schaumbildung in kürze auf. In der folgenden Phase beginnt die Soyamilch auf der Oberfläche eine Haut anzusetzen (Jap Yuba) diese kann man abschöpfen, trocknen und später als Soyamilch-Cracker knabbern.
         foto soyamilch kochen Die Yuba bildet sich immer wieder neu, wenn sie abgeschöpft wird. Je länger sie im Topf gelassen wird, je dicker wird sie. Zum trocknen empfielt es sich, sie aufzuhängen oder am Folgetag zu wenden, da sie sonst an der Unterfläche festtrocknet.
     Die Soyamilch wird nun durch ein Sieb gegossen. Die gekochten Soyabohnen (jap Okara) gut abtropfen lassen, ggf etwas drücken, sie sind recht robust.
         foto gekochte soyabohnen Tempeh
     
          Zutaten
          2 Tassen Okara
          1     el Essig, Tafel-
          1     tl Rhizopus Sporen
          
          Equipment
          Brutschrank (30 Grad Celsius)
          Kunststofftüte(n), mit einer Gabel in 1 cm Abstand gelocht
          Löffel, Suppen-
          Löffel, Tee-
         foto tüte durchlöchern Okara und Essig mischen. Auf unter 35 Grad abkühlen lassen.
          Unter rühren den Teelöffel Sporen einrieseln und gut vermischen.
          Die Okara In Kunststofftüten Verteilen. Vonsichtig plattdrücken, sie sollten nich dicker als 3 cm sein.
         foto tüte befüllen Die Rohlinge werden nun in den Brutschrank gegeben, wo sie für 36 - 48 Stunden bei 30 Grad verweilen.
	               foto Brutkasten bestückt Der Pilz wird nun die Räume zwischen den Soyabohnen auffüllen. Mich erinnert die STruktur stark an den Edelschimmel eines Camembert.
	      Der Tempeh sollte nun kühl gelagert und bald aufgebraucht werden.
         foto Brutkasten im Betrieb Ich bin gespannt, wie es wird. Dies wird mein erster selbst gemachter Tempeh.
          Als Quelle für die Sporen und Hintergrundwissen nutzte und empfehle ich die Seite www.tempeh.info
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