Ende der Nietzange 02.10.2014
          
          Gestern habe ich die bestellten 5 mm Bohrer erhalten. Nun kann es weiter gehen mit der Konstruktion des Küchenbodens. Den Laderegler meiner Solaranlage habe ich gerade aufgrund eines Defektes an den Hersteller zurückgeschickt. Folglich kann ich nicht wie geplant mit meiner auf KFZ Zigarettenanzünderstecker umgerüsteten 12V Bohrmaschine arbeiten. Ich greife auf eine Bohrmaschine aus der WAA:Werkstatt zurück und lege mir ein Verlängerungskabel zu meiner Baustelle.
          
          Ich habe 4000 Nieten bestellt. Was ist nun ein geeigneter Abstand zwischen den Nieten? Ich möchte eine hohe Stäbilität erreichen, muss aber auch darauf achten, bei konstanter Arbeitsweise nicht auf die Gesamtkonstruktion verteilt mehr Nieten zu verbrauchen, als ich habe. Ich komme zu dem Schluss, je Flügel des Winkelprofils zwei Reihen mit je 4cm Abstand zwischen den Nieten zu setzen.
          
          10 Nieten auf 20 cm
          x2 Seiten der Winkelprofile = 20:20
          10x200cm Winkelprofil
          entspricht 2000 Nieten für das Gehäuse
          
          Ich beginne mit dem Bohren der Löcher.
         foto nietenreihe Die Bohrmethode sieht dieses mal vor, die Winkel passgenau unter das Bodenblech zu schieben und je am Anfang und Ende ein Loch zu bohren. In diese Löcher wird dann je eine Niete gesteckt, die lediglich die Position des Bleches hält und nicht festgezogen wird. Dann wird in 2 versetzen Reihen alle 4 cm ein Loch gebohrt. Hierbei wird weniger auf die Exaktheit der Abstände als mehr auf die Exaktheit der Passgenauigkeit acht gegeben.
     Die Bohrmaschine hat gut kraft und die Arbeit läuft bis auf zwei Fehler gut. Ein Felehr war, dass mir ohne das es mir rechtzeitig aufgefallen ist das Winkelprofil unter dem Bodenblech weggerutscht ist und ich in Folge dessen zwei Löcher nicht passgenau gebohrt habe.
         foto verbohrt Ich nahm mir vor, so schnell ich auch vorran kommen möchte, nicht zu hastig zu arbeiten um solche Fehler in Zukunft zu vermeiden. Ein anderes mal zerbrach mir einer der Bohrer. RUMS! Da hab ich mir direkt eine Macke in den Spiegelpolierten Chromstahlboden geschlagen. foto bohrer kaputt Wie auch der Bohrkopf, so hat irgendwann auch das Bohren ein Ende. Das Bodenblech ist fertig durchsiebt. foto fertig gebohrt Nun werde ich die Winkelprofile mit dem Bodenblech verbinden. Die geplante Vorghensweise sieht vor, die Verbindungsflächen mit einem Spiritusgetränkten Lappen zu reinigen, einseitig mit Polymerkleber zu bestreichen und dann zusammenzunieten. foto polymer auf winkelprofil Um das Nieten zu vereinfachen, lege ich mir einen Block unter den Griff der Nietzange. Das vereinfacht das Nieten in so fern, dass ich die Zange nun weniger zusammen als mehr nach unten drücken brauch, denn von der anderen Seite drückt der Block dagegen. foto Nieten mit stützblock Die Nietzange hat deutliche Probleme, die 5 mm Edelstahl Nieten festzuziehen und bricht letztenendes am Gelenk. foto Nietzange defekt Es ist kurz vor 8:00. Ich schwinge mich auf mein Fahrrad und fahre zum nahegelegenen Baumarkt.
          Ich wähle das teuerste Modell mit zusätzlicher Funktion zum Setzen von Nietmuttern. Ich weiss noch nicht wozu, aber vielleicht wird es mal praktisch. Bevor ich mit dem Gerät herausspaziere versichere ich mich bei einer Verkäuferin, dass dieses Gerät für die Verarbeitung von 5 mm Edelstahlnieten geeignet ist. Ich werde zu einer und einer weiteren Angestellten weitergeleitet und stelle meine frage abermals. "Ich verarbeite derzeit 5 mm Edelstahl Nieten und habe gerade eine einfache Gesipa Nietzange daran zerbrochen. Kann ich mit diesem Gerät 5 mm Edelstahl Nieten verarbeiten?"
"Ja, da sind ja 10 Jahre Garantie drauf, sonst können sie es hier umtauschen." Gut, ich kaufe das Gerät.
         foto Nietzange Toom Allwissender Erzähler: Bei der ersten Niete brechen die Backen die den Dorngreifer hätten nach oben schieben sollen.
          Ich: Aber das weiss ich in diesem Moment noch nicht. Was ich weiss ist, dass die Zange eben noch zieht, dann knackt es als ob die Sollbruchstelle der Niete gebrochen ist. Ich heble weiter und weiter, jedoch passiert nichts. Die Nietzange hängt im Blech fest und nichts geht vor oder zurück.
Ich schraube die Zange oben auf, kann jedoch keine Lösung erreichen. Durch stetiges ziehen und drehbewegungen um die Niete herrum bekomme ich die Zange langsam vom Dorn gezogen.
Die anschliessende Analyse zeigt, dass die Backen des Hebels, die das Futter/Dorngreifer hätten hochziehen sollen gebrochen sind.
Die Qualität ist eben so schlecht wie die Beratung. Aber 10 Jahre Garantie ist ein tolles Versprechen, mich zum Kauf zu bewegen.
Ich zwinge das ACAT:Bodenblech und das Winkelprofil mit Schraubzwingen aneinander. Morgen ist feiertag und da bringt es mir nichts, wenn der Polymerkleber zwei Tage lang genüsslich vor sich hin härtet während die Bleche nicht richtig aufeinander sitzen.
foto Schraubzwingen statt Nieten
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