Schuldnerberatung
     
          23.10.2014
     
          Vor einigen Tagen erreichte mich eine Mitteilung, dass die Anwaltskanzlei R. Haas, die zusammen mit Infoscore forderungsmanagement die die liegengebliebenen Fahrpreisnacherhebungsforderungen der deutschen Bahn übernehmen einen Pfändungstitel gegen mich vorliegen hat.
     
     Eben habe ich mit einer Schuldnerberatungsstelle gesprochen um mal abzutasten, wie ausgedehnt mir im Falle einer Begegnung mit Vollstreckungsbeamten Handlungsspielraum eingeräumt wird.
         Aus dem Erfahrungsfundus des Beraters erfahre ich zunächst, dass Rainer Haas und Infoscore sich auf Verhandlungen nicht einlassen. Dass ich zum Zeitpunkt der Fahrpreisnacherhebung Obdach- und Mittellos war, sei nicht relevant. Da wird rausgezogen, was rauszuziehen ist.
     
     Für Pfändungen ging ich bisher von einer 100 € Grenze aus. Unter diesem Verkaufswert würde sich der Aufwand für die Inkassos nicht lohnen und eine Pfändung nicht stattfinden. Das ist nicht der Fall. Es passiert sogar, dass Dinge im Verkaufswert von 10 € gepfändet werden, werde ich belehrt.
     
     Im 51 Km entfernten Düsseldorf habe ich einen 5Kw Generator stehen. 500 € hat der mal gekostet und ich brauch ihn nicht mehr. Praktisch so eine Pfändung, da brauch ich mich nicht weiter um Verkauf und Transport zu kümmern. Perfektes Win-Win Futter für meine Inkassos denk ich mir.
     Doch so einfach sei das wohl nicht. Objekte in anderen Städten werden wohl in der Regel nicht verpfändet. Da des weiteren das Gerät nicht ohne ölwechsel und ggf. lagerungsbedingte weitere Wartungsarbeiten funktionsfähig ist, würde man es ohnehin nicht pfänden. In meinem Kopf entsteht das Bild einer Fetten satten InkassoMade. Derart fettgefressen und faul, nichtmals willens, ein wenig Anfahrt in Kauf zu nehmen. Möglicherweise geht es eher darum, die nicht zahlungsfähige Person weiter zu schädigen und gnadenlos niederzumachen.
         Hm, sonst hab ich nicht viel im Angebot. Ein paar alte Server und Switches bei denen ich mir nicht sicher bin, ob sie überhaupt noch funktionieren. Etwa 10 Fachbodenregale einfachster unQualität und einen Staubsauger. Das Cremestück meines Eigentums ist eine 5Kw Induktionskochplatte bei der jedoch die Ceranglasplatte gebrochen ist. Ehe ich entdeckte, wie einfach man sich selbst Herde konstruieren kann hatte mir der Gedanke an eine Mögliche Pfändung dieser Kochplatte durchaus Bauchschmerzen bereitet.
     Was habe ich da sonst noch? Gebrauchte eher geringwertige Pfannen und Töpfe, Teller und eine grosse Menge gemichtes Besteck. Da überwiegt mein Eigeninteresse, diese zwecks Verwendung für meine eigene Verpflegung und zur förderung des Allgemeinwohls zu behalten. (küfa Betrieb)
     
     überhaupt solle ich mich erstmal um mich selbst kümmern wird mir geraten. Beispielsweise überwiegt mein Recht darauf, sollte ich wieder zu einer Wohnung kommen mir einen Tisch zuzulegen dem der Forderungen der Inkassos. Ich muss lachen über diesen Luxus. Ein Pappkarton aus doppelwandiger Wellpappe wäre mir als Tisch schon genug Wohlstand.
     Das Arbeitslosengeld wird als Minimalsatz zur Sicherung meiner Existenz betrachtet. Auf Zahlungsaufforderungen bräuchte ich mich erst dann einlassen, wenn ich ein Einkommen erziele, was über dem Existenzminimum liegt.
     
     Am ehesten fürchte ich die Pfändung von Betriebsmitteln, Werkzeug und Baumatierial die ich für die Konstruktion und den Betrieb des ACAT benötige. Andererseits sehe ich die Chance, gegen die Machenschaften der Inkassos an die öffentlichkeit zu gehen.
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