Champignonsemmelknödel und -Suppe
     
          07.12.2014
          
          Gestern fand ich zwischen den Waren des 0,Nix Umsonstladens ein kleines Vegan-Kochbuch, darin wiederum ein Rezept für Semmelknödel, haptbestanteil Semmeln.
          Aha. Ich dachte bisher, Semmelknödel wären Katoffelknödel mit Crouton Füllung, das war grob falsch gedacht. Brot gibt’s hier in der WAA, dank einer ich sag mal Altbrotverwertungsanbindung an eine regionale Bäckrei, zumeist in üppigen Mengen. Containern kann man es auch gut also macht es Sinn, sich weiter mit der Semmelknödel kocherei zu beschäftigen.
          
          Ich weiss nicht in wie fern das AutorIx des Rezeptes mit der Abschrift zufrieden wär und ausserdem hätte ich ohnehin nich alle Zutaten da. Ich mache mich also an eine eigene Interpretation basierend auf meinem Verständnis des Kochprozesses und der verfügbaren Zutaten.
         Champignonsemmelknödel
		  Zutaten
		  
		   1      Leib Brot, gewürfelt
		 0.6 l    Wasser, kochend
		  50 g    Soyabohnen
		  50 ml   Wasser
		   2 Bund Petersilie, 1 cm grob gekackt
		   1 Bund Liebstöckel, grob gehackt
		 400 g    Champignons, <= 1 cm fragmente (gehackt), trocken goldbraun gebraten
		 1/3      Zwiebel, 2 mm Würfel, braun gebraten
		   2 El   Kräutersalz
		 --- Kochwasser ---
		   2 l           Wasser
		   3 gehäufte El Salz
         Die ZIEHzeit beträgt laut Anleitung 20 Minuten. Ich lasse den Herd zunächst laufen da ich befürchte, durch die Menge an Knödeln das Wasser zu sehr abzukühlen. Ich weiss, dass Knödel nicht kochen dürfen, da sie sonst zerfallen. Also beschliesse ich, den Herd wenn es kurz vor’m Kochen ist abzuschalten.
          Nach 20 Minuten Kochzeit schaue ich nach den Knödeln. Mist. Ich habe nicht daran gedacht, die Flamme zu löschen, sie sind total zerkocht. Ich fische 6 noch nicht vollständig zerkochte Knödelüberreste heraus. Hm. Ja die schmecken, aber die meisten haben sich aufgelöst. Ich probiere die Brühe, ehemals Kochwasser. Die schmeckt, ist nicht zu salzig und hat ein leckeres Pilzaroma. Da kann man was draus machen. Brotsuppe. Ich brate in einem weiteren Topf Brokkoli, Blumenkohl und Katoffeln an und giesse die Knödelbrühe darauf. Dann gebe ich ein paar Lorbeerblätter, frisch gemahlenen Piment und Wacholderbeeren dazu und lasse das Gemüse weich kochen. Gewürfelte bute Paprika und frisch gemalener bunter Pfeffer schliessen die Zubereitung ab.
          Als hätten sie gerochen, dass es hier was zu futtern gibt, kommen prompt 10 Waldbesetzer zu Besuch. Ich mache noch eine Portion Knödel, diesesmal mit frischem Liebstöckel und Oregano, eben das was da ist. Der Knödelteig ist dank pi mal Auge zu viel Wasser ein wenig zu feucht geworden und die Knödel werden recht weich. Diesesmal haben sie jedoch keine Gelegenheit, sich aufzulösen, da ich die Küche nicht verlasse, ehe die Flamme unter den Knödeln abgestellt ist.
          
          Suppe und Knödel kommen gut an. Ein BesetzerIx gibt an, bessere Knödel zu kochen. Das kann ich mir gut vorstellen aber diese finde ich auch nicht schlecht. Definitiv werde ich mich weiter mit Semmelknödeln beschäftigen.

         zeichnung Töpfe mit Suppe und Knödeln
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