Elmo und ACAT 9.9.2014 Der Esel nennt sich immer zuerst. Das
		          bin dann wohl ich. 1987 gebohren begann
		         ich etwa mit 14 mich mit programmieren zu
		          beschäftigen. Ich machte eine Ausbildung
		         zum Fachinformatiker und gründete
		          ein IT-Unternehmen für Webentwicklung.
		          Bereits in den vier Jahren Ausbildung, ich
		          pflegte immer von Ausbeutung zu sprechen,
		          wurde Kochen und Essen für mich zu
		          etwas sehr wichtigem. Mein Ausgleich zu
		          den Strapazen auf der Arbeit.
		         Ich löffelte gerade an einer 3Kg Schüssel
		          Mousse au Chocolat, die an diesem Tag
		          vermutlich Hauptgericht und Nachspeise in
		          einem stellte, als ich eine Dokumentation
		          über Kinderarbeit in der Kakaoproduktion
		          ("schmutzige Schokolade") ansah und wurde
		          spontan politisch aktiv. Mein Aktivismus
		          dehnte sich aus, ich liess mein Unternehmen
		          vor die Wand fahren und führte ein
		          Leben auf der Strasse. Mit Ende des
		          Occupy Düsseldorf Camps fand ich eine Weile
		          Unterschlupf im Niemandsland e.V. brach mit
		          einem Freund auf, ohne Geld Portugal zu
		          erwandern und strandete schliesslich auf der
		          Besetzung des Hambacher Forstes. Unsere Reise-
		          gruppe hatte sich aufgelöst.
		         Dokumentation Schmutzige Schokolade (youtube.com) Nach drei Jahren protest juckte es mir in
		          den Fingern, mal wieder an meinem eigenen
		          Leben herumzubasteln.
		         Ich wollte an einem Küchen-Farrad-Wohnmobil
		          basteln, dessen Idee ich seit Jahren im Kopf
		          hatte. Als Werkstatt hatte ich die WAA in
		          Düren ausgesucht. Ich errichtete mir mehrere
		          Unterstände im nahe gelegenen Hürtgenwald
		          die ich als Schlafstätte und Rückzugsort 
		          nutzte. Ich ernährte mich aus der Natur und
		          aus Supermarktcontainern und gab einen
		          Grossteil meines ALG für Baumaterial zum Fahrrad
		          bau aus.
		         ACAT wiederum ist der Name meines
		          aktuellen Küchenfahrrades und Projektbezeichnung
		          "Anarchist cook and trike" als direkter
		          Nachfolger zum Vorgängerprojekt
		          "Anarchist cook and bike", ACAB.
		         Das Küchenfahrrad ACAT ist genau
		          genommen kein Fahrrad sondern ein Trike.
		          ACAT ist voll verscharlt und folglich auch
		          bequem bei Regen und Kälte einsetzbar.
		          Das Fahrzeug ist 3,50 m lang, 99 cm breit
		          und 2,45 m hoch. Im Fahrzeug gibt es
		          drei Funktionsräume. In den hinteren 2 Metern
		          befindet sich die Küche. Getrennt durch Wand und
		          Tür gelangt man nach vorne in den Steuerraum
		          der gleichzeitig mein Büro ist. Unterhalb der
		          Küche befindet sich ein Bett im sogenannten
		          "Schlaftunnel" in den man nur von Steuerraum
		          aus hineinsteigen kann.
		         Perspektive Mein Plan ist die Gründung einer anti-
		          kapitalistischen Fahrrad-küfa. Küfa steht
		          für Küche für alle und beschreibt das
		          unentgeldliche herausgeben von Essen an
		          bedürftige.
		         Finanzkonzept Ohne Geld?! Das geht doch garnicht!
		          Doch, denn 50% der Lebensmittel in Deutschland
		          werden nicht konsumiert sondern entsorgt.
		          Ein grosser Teil dieser Lebensmittel wäre sogar
		          noch verkaufsfähig. Es wird überproduziert.
		          Durch Kooperationen mit lokalen Supermärkten
		          und fabrizierenden Unternehmen sowie Sachspenden
		         versorge ich meine kleine küche und
		          verhindere das sinnlose Entsorgen.
		         zielgruppe Zunächst mal jene Leute die auf
		          der Straße leben und nicht viel
		          materielles Haben.
		          Demonstrationen aus dem anarchistischen
		          bis linken Spektrum: Tierbefreiung,
		          Flüchtlingspolitik, faire Weltwirtschaft,
		          Freiräume für Minderheiten und unter-
		          drückte, Auflösung von Herrschafs-
		          strukturen, Basisdemokratie, Umwelt-
		          schutz, Antikapitalismus, etc.
		          Des weiteren jeder, der/die Spass daran
		          hat, andere Perspektiven als den
		          eigenen Alltag zu sehen.
		         Meine Utopie Ich strebe eine freie Schenkwirtschaft an.
		          Mir gefällt der Gedanke der Solidarität,
		          Produktion nach Notwendigkeit und die
		          daraus resultierende grösstmögliche Freiheit.
		          Da man im Kapitalismus nicht einfach den
		          Resetknopf drücken kann und dann
		          alles gut ist, probe ich den Ausstieg.
		         Ich sage dazu Insellösung. Wie viele
		          andere Menschen bilde ich eine Insel
		          innerhalb des kapitalistischen Systems.
		         Mahatma Gandhi sagte einst: "Sei du
		          selbst die Veränderung, die du dir wünschst
		          für diese Welt." Ich wünsche mir eine
		          gerechte, ehrliche und solidarische Welt.
		         Je mehr Menschen sich beteiligen
		          des so einfacher wird es, von Insel
		          zu Insel zu gelangen.
		          Ich glaube, dort Land am Horizont
		          zu sehen.
		         Systemkritik:Geld Geld ist ein Mittel, um Werte herunterzubrechen.
		          Ich kann als Koch schlecht den Bauarbeiter
		          der mir ein Haus baut mit Essen entlohnen.
		          Vermutlich müsste ich ein Leben lang für ihn
		          kochen. Was, wenn ich dann mal etwas anderes
		          machen möchte?
		          Geld ist die Metaebene um zwischen mir und
		          dem Bauarbeiter zu vermitteln. Es räumt mir
		          die Freiheit ein, meinen Beruf zu wechseln. Ich
		          könnte nun den Kochtopf an den Nagel hängen
		          und Webentwicklung anbieten. Den Bauarbeiter
		          könnte ich trotzdem weiter bezahlen. Eine gute
		          Sache, auf den ersten Blick.
		         Die anfängliche Kopplung an Leistung hat
		          Geld längst verloren. Klar bekomme
		          ich eine Gegenleistung. Es ist jedoch vor allem
		          zu einem Machtinstrument verkommen.
		          Ich spreche hier nicht nur von Parteispenden
		          durch Grossunternehmen, sondern von Fällen
		          an denen wir alle teilhaben. Wie dem
		          Kauf von Luxusprodukten, für deren
		          Produktion beispielsweise nach wie vor Menschen
		          in drittweltländern ausgebeutet werden.
		          Das soll und muss nicht sein.
		         Zukunftspläne Wenn ich im deutschsprachigen Raum eine
		          funktionierende Küfa aufgebaut habe,
		          möchte ich andere Länder bereisen. Mit
		          dem Fokus auf deren Kultur und
		          kulinarische Gewohnheiten. Der Europäisch-
		          Asiatische Kontinent ist mir hierfür
		          gross genug. Ich werde im Internet darüber
		          berichten und dem Leser andere Kulturen
		          und Gewohnheiten nahe bringen. Für meine
		          Eurasien Expedition habe ich 10 bis 20
		          Jahre angesetzt.
		          Nach meiner Rückkehr möchte ich einen
		          veganen Gastronomiebetrieb gründen mit
		          einem autentisch eurasischen Speiseangebot.
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